Holstein Kiel – SC Preußen

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SC Preußen – Rot Weiß Erfurt

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GmbH Osnabrück – SC Preußen

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SC Preußen – FC Bayern München

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SG Dynamo Dresden – SC Preußen

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SC Preußen – FC Energie Cottbus

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VfB Stuttgart II – SC Preußen

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SC Preußen – FC Hansa Rostock

Der folgende Text aus der Omertà-Ausgabe #107 erläutert unsere Kritik am neuen Maßnahmenkatalog des SC Preußen Münster und erklärt unsere Gründe für den Stimmungsboykott bei Heimspielen. Die Omertà wird trotz Verbotes weiterhin jedes Spiel erscheinen – einfach die Augen offen halten!

Nicht nur ein „Kommunikationsproblem“

Warum Preußen Münster sich immer weiter von seiner Basis entfernt und ein Stimmungsboykott die einzige Reaktion auf den Maßnahmenkatalog sein kann

Für reichlich Aufregung und Gesprächsbedarf sorgte der in der vergangenen Woche veröffentlichte Maßnahmenkatalog zur massiven Einschränkung von Fanrechten im Preußenstadion. Unter dem Deckmantel eines gehörigen DFB-Druckes wurden sämtliche optischen Hilfsmittel im Heimbereich verboten bzw. nur unter äußerst fragwürdigen Registrierungsmaßnahmen erlaubt. Der angeblich so einen starken Druck ausübende DFB versendete nur wenige Tage später ein Empfehlungsschreiben an alle Profivereine, in dem er sich bundesweit gegen solche Verbote aussprach. Die Verantwortlichen von Preußen Münster scheinen viel mehr die aktuelle Situation mit in der Kritik stehenden Ultras und Fans durch die Verwendung von Pyrotechnik, sowie mit dem vermeintlichen aktuellen Höhenflug durch Dauerkartenrekorde und dem Thema Nr. 1 – dem Pokalspiel gegen Bayern – zu nutzen, um den Austausch von kritischen Anhängern gegen zahlende, aber schweigende Kunden voranzutreiben.

Der katastrophale Maßnahmenkatalog
Im Gegensatz zu Georg Krimphove, welcher in den veröffentlichten Punkten nur eine Streichung von bisher gewährten Privilegien sieht, stellt dieser Katalog für uns eine massive Beschneidung unserer Fankultur dar, weshalb wir unter diesen Umständen weder „ganz normal Stimmung machen“ können, geschweige denn wollen. Neben den generellen Verboten jeglicher optischer Stilmittel wie Doppelhaltern oder Choreographien (mögliche Erlaubnis nur nach inhaltlicher Abstimmung mit den Vereinsoffiziellen), gilt unsere größte Kritik dem nun eingeführten „Fahnenpass“ für große Schwenkfahnen und Zaunfahnen. Der hier zu unterschreibende Passus ist rechtlich mehr als bedenklich (Weitergabe der Daten an Polizei und direkte Androhung eines Stadionverbotes, wenn hinter der personalisierten Zaunfahne „etwas strafrechtliches passiert“), weshalb eigentlich niemand bei klarem Verstand dieses Dokument mitsamt dem Kleingedrucktem unterschreiben dürfte. Die vom Vorstand gewollte Spaltung der Fans in Gut und Böse durch diese auf den ersten Blick scheinbar unbedenkliche Personalisierung wird somit hoffentlich nicht funktionieren. Gleichzeitig stellt der hier angestrebte Überwachungswahn ein im deutschen Fußball trauriges und absolutes Novum dar, gibt es doch bei allen bereits existierenden bürokratischen und unnötigen Maßnahmen ein solches Zaunfahnen-Anmeldungs-Instrument eben bei noch keinem Verein, und ist eben keine, wie fälschlicherweise von den Vereinsoberen behauptet, gängige Praxis in der Bundesliga. Preußen Münster wird somit zum unrühmlichen Vorreiter von derart repressiven Maßnahmen gegen seine eigenen Fans. Wenn sowieso schon einmal die Keule rausgeholt wird, dann werden im gleichen Atemzug auch sämtliche Verkaufsstände von uns Ultras sowie der Verkauf und auch die kostenlose Verteilung von Flyern und Fanzines (wie z.B. auch unsere Omertà) im kompletten Stadionbereich verboten. Offiziell begründet mit fadenscheinigen Brandschutzbestimmungen, die jederzeit ergänzt werden könnten, sollten die Herren dann doch wenigstens ehrlich zu ihren wahren Beweggründen, der Zensur und Verhinderung jeglicher kritischer Gedanken, stehen.

Schuld ist doch nur die Pyrotechnik?
Von vielen Kritikern wird nun das Todschlagargument kommen, dass die „bösen Ultras“ ja bitte nicht rumheulen dürfen, wurde doch in der Vergangenheit ziemlich oft gezündet. Wie dieses Stilmittel auf der einen Seite unabdingbar zu unseren Vorstellungen von Fankultur gehört, so reflektieren wir aber auch durchaus selbstkritisch den in letzter Zeit sehr häufigen Gebrauch. Das Thema Pyrotechnik ist sowas von komplex und sollte an anderer Stelle ausführlicher diskutiert werden, weshalb wir hier nur ein paar wenige Gedankengänge anreißen und beispielsweise auch auf einen älteren Text in der Omertà verweisen, der sich der Thematik ausführlicher gewidmet hat. Insbesondere die bei der WM zu beobachtende Doppelmoral zu diesem Thema in Medien und Gesellschaft stößt bitter auf, wenn im Weltmeisterfieber auf der Fanmeile eine Fackel ein Zeugnis positiver Emotion darstellt, wird im Ligabetrieb aus exakt der selben Handlung ein hochgradig krimineller Akt. Auch die Vereine hätten, wenn sie sich mal zusammenschließen würden, spürbaren Einfluss auf den DFB und die juristisch grenzwertige Sportgerichtsbarkeit, welche diese Strafen willkürlich verhängt. Zudem bleibt festzuhalten, dass keines der Verbote aus dem Maßnahmenkatalog dazu beiträgt, Pyrotechnik zu verhindern oder die Strafverfolgung der Täter zu erleichtern.

Schwächen in der Kommunikation?
Während die Vereinsverantwortlichen die im Maßnahmenkatalog getroffenen Entscheidungen trotz aller Kritik verteidigen, räumen sie zumindest arge Kommunikationsdefizite ein. Bei all der professionellen Arbeit im finanziellen Bereich in den letzten Jahren, machen sich hier jedes Mal aufs Neue die gleichen Probleme bemerkbar. Egal um welche Thematik es geht, die Inhalte sind flexibel austauschbar, am Ende bleibt als Fazit das Wort „Kommunikationsproblem“ im Raum stehen. Vermutlich hat sich der aktuelle Vorstand mit seiner VIP-Tribüne soweit von uns „normalen Stadionbesuchern“ entfernt, dass ehrlich gemeinte Basisarbeit nicht mehr möglich ist. Nicht nur in diesem aktuellen Streitpunkt zeigt sich diese Erkenntnis, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch alle aktuellen Themen. Mit großer Verwunderung lasen wir in den hiesigen Medien, dass uns in den letzten Monaten mehrfach die Hand ausgestreckt wurde und wir jegliche Gesprächsangebote verstreichen ließen. Fakt ist, dass es in den letzten zwei Jahren kein einziges offizielles Gesprächsangebot an unsere Gruppe seitens des Vorstandes gab und die Kommunikation nur aus einzelnen, informellen Telefongesprächen bestand. Die hier in der Presse suggerierten Gesprächseinladungen hat es in dieser Form also nie gegeben. Insbesondere der hier eingeschlagene Weg über die Medien überrascht uns doch sehr, da gerade Marco de Angelis und Carsten Gockel bei unserem letzten Treffen im Sommer 2012 sehr viel Wert darauf gelegt haben, bei zukünftigen Problemen und Uneinigkeiten das direkte Gespräch miteinander dem Weg über die Öffentlichkeit vorzuziehen. Ebenso falsch ist die über lokale Medien transportierte Behauptung, wir wären von Anfang an über den oder zumindest einen Maßnahmenkatalog informiert gewesen. Fakt ist, dass wir erst einen Tag vor der Veröffentlichung per Mail – mit zahlreichen anderen Gruppen zusammen – informiert wurden. Kritisieren müssen wir an dieser Stelle aber auch die Rolle des Fanprojektes. Auch wenn es nicht in den Gestaltungsprozess des Maßnahmenkatalogs involviert war, hat das Fanprojekt verpasst, hierzu klar Stellung zu beziehen. In ihrer „Stellungnahme“, die den Namen nicht verdient, verkündet es stattdessen zu diesem Thema sowohl im Vorstand, als auch bei den Mitgliedern uneins zu sein, erzählt noch stolz, dass der eigene Stand aber erlaubt wurde (und nun in die Brandschutzbestimmungen eingefügt wurde) und unterstützt Tage später noch die Repressalien des Vereins durch eine Bewerbung des Fahnenpasses – ohne auch nur minimal Kritik zu üben. Dadurch verliert das Fanprojekt in unseren Augen endgültig seinen selbst zugeschriebenen Status als Sprachrohr oder Dachorganisation der Fanszene. Von „von Fans für Fans“ als Leitspruch kann hier keine Rede (mehr) sein.

Wie soll es weitergehen?
Als Zeichen gegen diese unverhältnismäßigen Maßnahmen der Vereinsführung werden wir, wie auch alle anderen aktiven Gruppen und Fanclubs, bei allen Heimspielen im Preußenstadion so lange schweigen, bis der Maßnahmenkatalog zurückgenommen wird. Wir fordern die Erlaubnis jeglicher Fahnen, Zaunfahnen, Doppelhalter und Choreographien ohne Fahnenpässe oder andere inhaltliche Zensur, genauso wie die Duldung auch kritischer Meinungsfreiheit in Form von Fanzines, Flyern und Spruchbändern!

Deviants Ultras im Juli 2014

 

Neuigkeiten 4.7.2014 – Demo gegen Polizeigewalt

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Neuigkeiten No Turning Back #4

Mit einem spätem Update wollen wir uns noch einmal bei allen Künstlern, Gästen und Freunden von nah und fern für eine mehr als gelungenen Veranstaltung bedanken. Das war Classic!

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